| Ein Meer von Müll |
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Plastikflaschen am Meeresstrand, diesen Anblick kennt jeder nur zu gut. Doch was man am Strand sieht, ist nur die Spitze eines gigantischen marinen Müllberges. Bis der Müll, der absichtlich oder durch Unfälle rund um den Globus über Bord geht, seinen Weg zu den Küsten und Stränden der Erde findet, kann einige Zeit vergehen, und bei nicht aller Unrat erreicht jemals das Land. Große Mengen verbleiben über Jahre im Meer und werden zu einer tödlichen Gefahr für Fische und andere Meeresbewohner.
Laut Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace und der US-Behörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) treibt im nördlichen Pazifik eine riesige Insel aus Müll von der Größe Zentraleuropas, zusammengetragen vom so genannten Nordpazifikwirbel. Von Erdrotation, Strömungen und Winden vorangetrieben, dockt jedes in den Nordpazifik geworfenene Stück Plastik irgendwann einmal dort an. Bis zu 16 Jahre kann es dauern, bis spezitische Wetterverhältnisse es gestatten, dass ein Teil des Plastikstücke den Müllkontinent wieder verlässt oder gar irgendwo an Land gespült wird. Plastikmüll, der im den weiter nördlich zwischen der Westküste Nordamerikas und Asien seine Runden drehenden Subartischen Wirbel gerät, bleibt mindestens 2 Jahre darin gefangen und legt, bei Reisegeschwindigkeiten von 6 Metern pro Minute, dabei um die 13.000 Kilometer zurück, sofern er den Ausstieg nicht verpasst und die Rundfahrt gleich mehrfach absolviert. Das bekannte Exempel der 1992 von einem Frachtschiff irgendwo zwischen Hongkong und den Kalifornien verlorenen Ladung mit Plastikspielzeug, deren Überreste bis heute (!) in dreijährigen Intervallen an der Küste Alaskas angeschwemmt werden, dient heute als Werkzeug wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Routen der grossen Meeresströmungen im Pazifik genauer zu verstehen. |