| Fachtierarzt für Fische |
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Statistisch betrachtet wird der Fischbesatz in deutschen Aquarien jährlich den komplett vier Mal erneuert. Der Hauptgrund dafür ist mangelndes Fachwissen bezüglich artgerechter Haltung von Zierfischen und ein daraus resultierender hoher Krankheitsdruck in der Beckenhaltung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Aquarianer fragen, wo sie guten fachtierärztlichen Rat finden, um im Fall der Fälle ihren Zierfischen helfen zu können bzw. Erkrankungen bereits im Vorfeld zu vermeiden. Für fachkundige Halter von seltenen und wertvollen Exemplaren gilt dies natürlich um so mehr. Gibt es den Beruf "Fachtierarzt für Fische" oder "Fischheilkundler", wie funktioniert eine Ausbildung dazu, und wo findet man einen wenn man ihn braucht ? Fachtierärzte für Fische findet man nicht an jeder Straßenecke, in ganz Deutschland sind es zur Zeit gerade einmal fünfundzwanzig. Nach dem herkömmlichen Studium der Veterinärmedizin muss man zusätzlich seinen Fachtierarzt in Fischheilkunde machen. Tierärzte, die dies dun, sind nicht nur im Untersuchen von Fischen, sondern auch in der Diagnose, Therapie und Prophylaxe von Fischkrankheiten versiert. Da Fische auf vielerlei Art und Weise in Gefangenschaft gehalten werden, vom Forellenteich bis zum Aquarium mit seltenen tropischen Arten, die nur in einem bestimmten Lebensraum vorkommen, muss sich der Fachtierarzt für Fische auch mit der Teichwirtschaft, der Seuchenbekämpfung, der Abwasserbiologie und der Toxikologie, aber auch in der Immunologie und der Hygiene (insbesondere mit Blick auf die Zuchtanlagen zu Erwerbszwecken) auskennen. Exzellente Kenntnisse hinsichtlich der Physiologie der Fische sind natürlich eine weitere grundlegende Voraussetzung dieses Berufes. Die meisten Fachtierärzte für Fische sind nicht selbstständig tätig. In der Regel findet man sie als Angestellte in behördlichen Einrichtungen der Bundesländer, z.B. in Fischereiämtern oder bei Fischgesundheitsdiensten. Manche arbeiten jedoch auch an Hochschulen bzw. wissenschaftlichen Instituten, als Amtstierärzte oder bei spezialisierten Unternehmen. Ein Aquarianer, der den Rat eines solchen Spezialisten sucht, ist also gut damit beraten, sich im Umfeld von Universitäten und den ihnen angegliederten Instituten umzusehen. |